Claudias Bücherschätze

Scherbentanz

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12 Scherbentanz von Chris Kraus Bei Diogenes ist soeben die Neuauflage des Debütromans „Scherbentanz“ von Chris Kraus erschienen. In diesem Roman kehrt der an Leukämie erkrankte exzentrische Jesko ins Haus seiner Familie zurück, da seine Mutter als Knochenmarkspenderin in Frage kommt. Dort wird er mit den Lebenslügen seiner Familienmitglieder konfrontiert. Diese tragikomische Familiengeschichte mit dem überraschenden Ende hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt! Viel Freude beim Lesen!

Gott

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11 Gott von Ferdinand von Schirach In seinem neuesten Buch bzw. Theaterstück greift Ferdinand von Schirach ein schwieriges Thema auf: das Recht auf selbstbestimmtes Sterben und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2020 dazu. Im Ethikrat werden dazu verschiedene Sachverständige befragt und deren Stellungnahmen diskutiert. Gewohnt sachlich, fakten- und facettenreich, aber auch sehr emotional beleuchtet Schirach ein umstrittenes Thema; als Leser ist man eingeladen, sich selbst ein Urteil zu bilden. Wieder mal hat mich Ferdinand von Schirach beeindruckt und zum Nachdenken angeregt…

Rotkäpchen raucht auf dem Balkon

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10 Rotkäppchen raucht auf dem Balkon von Wladimir Kaminer Ich liebe Kaminers Geschichten! Familienmensch Kaminer befindet sich im Generationenkonflikt: er tut sich oft schwer damit, sowohl seine Kinder als auch seine Eltern zu verstehen. Dies führt unweigerlich wieder mal zu allerlei humorvollen Missverständnissen und lustigen Erlebnissen, an denen er uns zum Glück teilhaben lässt. Meine besondere Empfehlung: das vom Autor gelesene Hörbuch! Kaminer zu lauschen ist immer wieder ein Erlebnis!

Die Einwilligung

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09 Die Einwilligung von Vanessa Springora Eine beeindruckende Frau, eine erschütternde wahre Geschichte! Als 14Jährige ging Vanessa Springora eine Beziehung mit dem damals 50jährigen Schrifsteller Gabriel Matzneff ein. Dessen sexuelle Vorliebe für kindliche Mädchen und Jungen war bekannt, er schrieb sogar darüber. Eindringlich schildert die Autorin ihre Begegnung, das Kennenlernen, den Verlauf der Beziehung und wie das Umfeld reagierte. Emotional aber auch reflexiert schreibt sie über ihre damaligen Erlebnisse. Ihr Bericht ist analytisch, schmerzhaft und erschütternd zu lesen, aber sehr empfehlenswert!

Anne-Maire die Schönheit

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Anne-Marie die Schönheit von Yasmina Reza Wieder mal ist der französischen Autorin ein kleines Meisterwerk gelungen! Es geht um das Leben von Anne-Marie, einer alternden Schauspielerin, die in einem Monolog in Erinnerungen schwelgt. Dabei schwankt sie zwischen Realität und Wunschdenken. Mit ihrer bitteren und zugleich komischen Erzählweise hat mich diese Geschichte sehr berührt.

Zum Weinen schön, zum Lachen bitter

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Zum Weinen schön, zum Lachen bitter von André Heller -Hörbuch- Der Titel ist Programm bei diesen Erzählungen! Das Buch enthält verschiedenste Anekdoten und Biografisches aus Andre Hellers Leben, und das aus mehreren Jahrzehnten. Für mich war das Anhören der Geschichten, sowohl von Andre Heller selbst, als auch von Robert Reinagl und Franz Schuh gesprochen, ein genussvolles Vergnügen!

Felix und die Quelle des Lebens

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Felix und die Quelle des Lebens von Eric-Emmanuel Schmitt Der Autor schafft es wieder mal, eine philosophisch-spirituelle Parabel über Sinnsuche, Familie, Wurzeln und Heimat in einen schön und leicht zu lesenden Roman zu packen. Fatou, die Mutter des 12jährigen Felix, betreibt ein nettes Cafe in Paris und steckt dort jeden mit Ihrer Lebensfreude an. Doch es gibt ein Problem, das sie in tiefe Verzweiflung stürzt. Eine Reise in ihre Heimat soll ihr helfen diese zu überwinden. Mir haben die liebevoll beschriebenen Figuren sehr gefallen, sowie die humorvolle und spannende Geschichte dazu. Ein wunderbarer Lesestoff!